Im Schatten des Niedersachsen-Steins

"Heute abend schon etwas vor?" - "Nö!" - "Woll’n wir raus?" - "Jaa!" - "O.k., Material wie gehabt, ich besorg Eßbares und komme nach eurer Sippenstunde zum Gemeindehaus." - "Alles klar, bis dann!"
Kurzer Dialog mit abenteuerlicher Wirkung. Es war an einem Mittwoch in der zweiten März-Hälfte: loretta und meine Wenigkeit verspürten wieder den selben unbändigen Drang, der Stadt entfliehen zu wollen. Wir steigen weit nach acht Uhr abends in den Bus zum Künstlerdorf Worpswede und erklärten den Weyer-Berg als unser Ziel.
Instinktiv steigen wir an der richtigen Haltestelle aus und wanderten zielstrebig zum Niedersachsen-Denkmal, den höchsten Punkt im Umkreis von dutzenden Kilometern. Wir bauten unsere Kröten im Mondschatten des Denkmals auf, entzündeten ein Feuer, sangen, erzählten und philosophierten über die mystische Stimmung, die vom Kriegsdenkmal des Ersten Weltkrieges ausging.
Die Sonne weckte uns am nächsten Morgen und wir genossen den Ausblick bis nach Bremen und Ritterhude. Da wir mittags in der Stadt wieder Verpflichtungen nachgehen mußten, tippelten wir zur Bushaltestelle zurück.
Kurzes Fazit: 16 Stunden, die man nicht interessanter hätte (er-) leben können. Gut Pfad und Gottes Segen
Jeff
(Stamm Schwanenritter)